Darmgesundheit

Darmsanierung und Darmgesundheit

Sie sind nach dem Essen oft aufgebläht? Sie leiden an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Verstopfung? Dann stimmt allem Anschein nach etwas nicht mit Ihrem Darm. Tatsächlich lassen sich noch viel mehr Krankheiten mit dem Darm in Verbindung bringen als man sich zunächst vorstellt. Denn der Darm ist im Organismus für viele wichtige Aufgaben verantwortlich. Die große Bedeutung des Darms war schon 300 vor Christus bekannt. Dort bezeichnete Hippokrates einen „gesunden Darm als Wurzel aller Gesundheit“. Und diese Erkenntnis bestätigte sich über die Jahrhunderte in zahlreichen Forschungen. Heute weiß man, dass der Darm eine zentrale Rolle des Wohlbefindens spielt. Umso wichtiger ist es, auf seine Darmgesundheit zu achten, da Sie damit gleichzeitig Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und Ihrem Wohlbefinden etwas Gutes tun. Neben einer ausgewogenen Ernährung können Sie Ihren Darm mit einer naturheilkundlichen Darmsanierung unterstützen, seine wichtigen Aufgaben so gut wie möglich ausüben zu können. Nachstehend haben wir Ihnen ein paar Informationen rund um den Darm und seine Aufgaben zusammengestellt – und was Sie für die Gesunderhaltung unternehmen können. Bei Fragen darüber hinaus, können Sie sich gerne an uns wenden.


Darm und Darmflora

Beim Darm handelt es sich um einen Muskelschlauch von Magen bis After. Direkt am Magenausgang befindet sich der drei bis fünf Meter lange Dünndarm, mit einer wie eine Ziehharmonika gefalteten inneren Wand. Der Dünndarm mündet dann in den ein bis eineinhalb Meter langen Dickdarm. Insgesamt ergibt sich durch die vielen Millionen Zotten auf der Darminnenwand eine Kontaktfläche von 400 bis 500 Quadratmetern. Viele Tonnen Nahrung und Liter an Flüssigkeit gleiten im Laufe eines Lebens durch den Darm – und mit ihnen auch Giftstoffe und Krankheitserreger. Genau hier kommt die Darmflora ins Spiel: Alle Mikroorganismen in unserem Darm machen die Darmflora aus. Dazu gehören sowohl gute ebenso als auch schädliche Darmbakterien und Pilze. Sollten aus bestimmten Gründen die schlechten Mikroorganismen in der Überzahl sein, wird die Darmflora in ihrer Funktion gestört. Dies hat einen maßgeblichen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit, denn der Darm hat zahlreiche Aufgaben, die er mit einer geschädigten Darmflora nicht mehr ausüben kann.

Funktionen der Darmflora und Aufgaben des Darms

Warum nun haben die Darmflora bzw. der Darm einen so großen Einfluss auf unsere Gesundheit? Der Darm ist für viele Funktionen im Körper verantwortlich, die durch eine geschädigte Darmflora beeinträchtigt werden können. Diese Wechselbeziehung zwischen Darm und der allgemeinen Gesundheit wurde in den letzten hundert Jahren stark erforscht. Seitdem weiß man: Der Darm ist für viel mehr verantwortlich als die Verdauung von Nahrung. Denn, eine gesunde Darmflora stärkt die Darmschleimhaut, die unseren Organismus dagegen schützen kann, dass unverdaute Partikel oder giftige Abbauprodukte in ihn eindringen – und dort Autoimmunreaktionen, Allergien oder Infektionen auslösen. Sie sorgt also für ein gutes Immunsystem. Eine weitere Aufgabe der Darmflora ist die Nährstoffresorption, also die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung. Ist die Darmflora beeinträchtig, werden die Nährstoffe nicht richtig aufgenommen. Zudem reguliert der Darm auch den Wasserhaushalt. Des Weiteren kann eine gesunde Darmflora besser krankheitserregende Keime abwehren. Die Voraussetzung dafür ist, dass viele gute Darmbakterien vorhanden sind, welche die Darmschleimhaut besiedeln und den Übertritt der Keime in den Organismus verhindern. Der Darm gilt sogar oftmals als zweites Gehirn, da er über ein eigenes großes Nervensystem verfügt und komplett davon umhüllt ist. Gemeinsam mit durch Darmbakterien hergestellte Botenstoffe und Hormone kommuniziert der Darm so mit unserem Gehirn.

Ursachen für einen kranken Darm

Darmkrankheiten

Nun gibt es zahlreiche Einflüsse, die den Darm bzw. die Darmflora schädigen. Heutzutage liegen daran oftmals eine falsche Ernährung bzw. eine falsche Art der Nahrungsaufnahme, der Konsum von Drogen und zu viel Alkohol. Auch Antibiotika und andere Medikamente, beispielsweise Säureblocker, Kortison, Ibuprofen und Ähnliches, können einen negativen Einfluss auf die Darmflora haben. Die Problematik dabei ist auch: Ist die Darmflora einmal geschädigt, können schädliche Pilze, Bakterien, Viren etc. dauerhaft leicht eindringen, da das Abwehrsystem des Körpers komplett geschwächt ist. Über die ungeschützte Darmschleimhaut gelangen diese Stoffe dann ganz einfach in den Blutkreislauf, wodurch Beschwerden entstehen können. Wenn es so weit gekommen ist bzw. um diesen Prozess zu verhindern, gilt es, die Darmgesundheit wiederherzustellen und damit das gesamte Immunsystem und Wohlbefinden wieder auf Vordermann zu bringen. Genau hier setzen naturheilkundliche Darmreinigungen und Darmsanierungen an.

Darmgesundheit unterstützen durch Darmsanierung

Ist die Darmgesundheit gestört, gilt es nun also, das Darmgleichgewicht wiederherzustellen. Dafür bietet sich eine naturheilkundliche Darmsanierung an. Bei einer Darmsanierung wird der Darm zunächst gesäubert und die Giftstoffe ausgeleitet. Im Anschluss wird die Darmflora wiederaufgebaut, damit sie wieder richtig arbeiten kann.

Unterschied zwischen Darmreinigung und Darmsanierung

Zunächst möchten wir den Unterschied zwischen einer Darmreinigung und einer Darmsanierung vorstellen, da diesbezüglich oft ein Missverständnis besteht. Den Unterschied zu verstehen, ist für den weiteren Verlauf hilfreich. Bei einer Darmreinigung handelt es sich um eine schnell durchgeführte Säuberung des Darms. Hierfür wird ein Einlauf oder ein Abführmittel verwendet, wodurch sich der Darm schnell und vollständig entleeren soll.
Bei der Darmsanierung hingegen geht es um das große Ganze – von Reinigung bis hin zum Wiederaufbau der Darmflora. Es handelt sich hierbei um eine naturheilkundliche Therapieform, die über mehrere Wochen bis Monate durchgeführt wird. Beachten Sie bitte, dass eine Darmsanierung keine schulmedizinisch anerkannte Therapieform ist und Sie bei Beschwerden vorab auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen sollten, um schwere Erkrankungen, die einer Behandlung bedürfen, auszuschließen.

Ablauf einer Darmsanierung – die Maßnahmen

Um mit der Darmsanierung beginnen zu können, wird zunächst eine Darmreinigung durchgeführt. Dies ist nicht zwingend notwendig, aber empfehlenswert. Dadurch befreien Sie den Darm von diversen Reststoffen. Ein bewährtes natürliches Abführmittel hierfür ist Glaubersalz oder Rizinusöl. Sie können aber auch einen Einlauf machen. Nun beginnen direkt starke Darmbewegungen – der Darm entleert sich und ist oberflächlich gesäubert. Um aber auch die Ablagerungen an den Darmwänden entfernen zu können, bieten sich Hausmittel wie Leinsamen oder Flohsamenschalen an. Auch Heilerde kann bei der Reinigung unterstützen. Vergessen Sie allerdings nicht, viel Wasser zu trinken, da durch die Reinigung viel Wasser entzogen wird.
Nach der Reinigung geht es weiter damit, sich von schädlichen Keimen, insbesondere Pilzen, zu befreien. Hier kann ein Antipilzmittel zum Einsatz kommen. Ab diesem Punkt der Darmsanierung ist Ihre Ernährung ebenfalls sehr wichtig. Sie sollten sich in dieser Zeit besonders ohne Zucker und Kohlenhydrate ernähren, da diese einen Nährboden für Pilze bilden. Auch alle anderen den Darm stark beeinflussenden Nahrungsmittel und Getränke sollte Sie vermeiden. Dazu gehöre Wurst und Fleisch, Alkohol und koffeinhaltige Getränke. Stattdessen greifen Sie zu stillem Wasser, Kräutertee, Nüssen, Gemüse und Früchten.

Probiotika während der Darmsanierung

Nun müssen auch die guten – sogenannten probiotischen – Bakterien in ihrem Wachstum unterstützt werden, da sie ja maßgeblich für eine gesunde Darmflora verantwortlich sind. Hierfür gibt es probiotische Milchsäurebakterien in Pulver- oder Tablettenform. Aber auch Nahrungsmittel wie Joghurt, Kefir, saure Gurken, Tempeh, Sauerkraut etc. sind probiotisch und unterstützen zusätzlich den Aufbau der Darmflora.

Darmsanierung und Ernährung

Darmgesundheit Ausgewogene Ernährung

Die Darmsanierung können Sie durch weitere Maßnahmen wie eine Fastenkur unterstützen. Ist dies nicht gewünscht oder möglich, sollten Sie auf jeden Fall nicht in alte Ernährungsmuster zurückfallen, sondern eine Ernährung passend zur Darmsanierung wählen. Hier gilt weiterhin, am besten auf zuckerhaltige und kohlenhydratreiche Nahrungsmittel zu verzichten – und natürlich auch auf Koffein, Alkohol und Nikotin. Basische Lebensmittel, frisches Gemüse und Früchte sind die beste Grundlage, um die Darmflora wiederaufzubauen und im Anschluss gesundzuhalten.

Beratung und Produkte zur Darmsanierung in Ihrer Apotheke

Eine Darmreinigung und Darmsanierungskur können Sie mit Hausmitteln wie Glaubersalz, Rizinusöl, Flohsamenschalen, Leinsamen und Heilerde durchführen. Es gibt aber auch verschiedene vorgefertigte Kuren, die Sie anwenden können. Informieren Sie sich dazu, aber auch gerne zur Durchführung der Darmsanierung mit Hausmitteln, bei uns. Ihnen steht ein kompetentes Team zur Verfügung. Wir beraten Sie individuell, ob eine Darmreinigung bzw. Darmsanierung für Sie sinnvoll ist oder Sie beispielsweise zunächst einen Arzt aufsuchen sollten.


Quellen

  • https://www.bio-apo.de/ratgeber/verdauung/darmsanierung/
  • https://www.apotheken-umschau.de/Darm
  • https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-der-darm.2144.de.html
  • https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-der-darm.2144.de.html
  • https://www.planet-wissen.de/natur/anatomie_des_menschen/darm/index.html

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