Grüne Wiese mit blauen Himmel auf der viele Pollen fliegen

Pollenflug: Was hilft bei Heuschnupfen?

Jedes Jahr ist es wieder so weit: Der Frühling naht, die Sonne strahlt und die Natur erblüht. Und mit dem Erblühen kommt der Pollenflug. Was für den einen eine Freude ist, ist für viele Allergiker eine wahre Qual. Heuschnupfen sorgt für verstopfte Atemwege, tränende Augen und Juckreiz.

Was ist Heuschnupfen?

Bei Heuschnupfen handelt es sich – medizinisch gesprochen – um eine allergische bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut (Pollinosis). Ausgelöst wird diese durch die Pflanzenpollen, sehr kleine Blütenstaubteilchen von Gräsern, Bäumen und Blumen. Heuschnupfen ist die häufigste vorkommende Allergie in der westlichen Zivilisation. Millionen Menschen sind davon betroffen. Bei jedem Menschen ist die Allergie sehr unterschiedlich ausgeprägt. Manche haben nur sehr milde Symptome, andere können zur Pollenflug-Hochzeit kaum aus dem Haus gehen.

Man unterscheidet den saisonal bedingten Heuschnupfen fachlich zum allergischen Schnupfen. Letzter tritt ganzjährlich auf und ist von allseits gegenwärtigen Auslösern abhängig wie z. B. Hausstaub, Tierhaar oder Schimmelpilze.

Auslöser von Heuschnupfen

Polle Makro-Nahaufnahme bei Allergiker

Als Auslöser für Heuschnupfen kommen alle Arten von Blütenpollen in Frage. Jeder Mensch reagiert hierbei unterschiedlich auf die verschiedenen Pflanzenarten. Deshalb ist es von großem Vorteil genau zu wissen, welche Bäume, Gräser oder Kräuter bei einem eine allergische Reaktion auslösen. Mittels eines Pollenkalenders kann man sehr gut nachvollziehen, welche Pollenart gerade Hochphase hat. Diesen bekommen Sie in unserer Apotheke in Refrath.

Man unterscheidet die Pollen zudem nach Frühblüher, Mittelblüher und Spätblüher. Je nach persönlicher Ausprägung treten die ersten Allergie-Symptome also bereits im Februar oder erst Ende des Sommers auf. Wer gegen viele verschiedene Pollen allergisch ist, kann auch über das Jahr verteilt immer wieder mit Beschwerden zu kämpfen haben. Heuschnupfen geht öfters auch mit anderen allergischen Erkranken wie z.B. Neurodermitis oder Asthma bronchiale einher.


Zu den häufigsten Auslösern und Ihren Blütezeiten zählen:

  • Erle: Februar bis April
  • Haselnuss: Februar bis April
  • Birke: März bis Mai
  • Esche: März bis Mai
  • Roggen: April bis Juni
  • Gräser: April bis September
  • Wiesenlieschgras: Mai bis August
  • Spitzwegerich: Mai bis September
  • Beifuß: Juli bis September
  • Ambrosien: August bis September

Wie vermeide ich den Heuschnupfen während des Pollenflugs?

Frau mit Taschentuch hat Heuschnupfen wegen dem Pollenflug

Der wichtigste Tipp: Vermeiden Sie den Kontakt mit den Auslösern. Wenn Sie ein Gefühl dafür haben, welche Pollenarten die Allergieschübe bei Ihnen auslösen, fällt es Ihnen leichter, diese zu meiden. Am besten schlafen Allergiker hinter geschlossenen Fenstern, oder hinter einem Pollenschutzgitter. Vergessen Sie aber dennoch nicht, für frische Luft zu sorgen, am besten mittels kurzem Stoßlüften bei aufgerissenem Fenster.

Es hilft außerdem, abends vor dem Schlafengehen zu duschen und die Haare zu waschen, um etwaige Pollen vom Körper zu entfernen. Diese landen dann auch nicht im Kopfkissen. Ihre Straßenkleidung können Sie außerhalb des Schlafzimmers ablegen. Um die Schleimhäute zu reinigen, kann man eine Nasendusche verwenden.

Antihistaminika bei Heuschnupfen

Frau auf Wiese pustet Pollen in die Luft

Antihistaminika gibt es als Tropfen, Spray, Tabletten oder Saft. Sie schränken die Ausschüttung des Botenstoffes Histamin ein, welcher bei allergischen Reaktionen typische Symptome wie angeschwollene Schleimhäute, die laufende Nase oder Juckreiz auslöst. Typischerweise wirken die Medikamente bis zu 24 Stunden und werden am besten abends vor dem Schlafengehen eingenommen. So ist die Wirkzeit morgens nach dem Aufstehen besonders hoch – wenn die meisten Pollen fliegen.

Nicht so lange, aber kurzfristiger wirken Augentropfen und Nasensprays. Beispielsweise mit dem Wirkstoff Azelastin. Sie können bei einem akuten Allergieschub schnell helfen.

Es gibt auch noch weitere Therapieformen wie beispielsweise die Hyposensibilisierung (Immuntherapie). Bei dieser Behandlungsform wird der Organismus langsam an die Allergene gewöhnt und die übertriebenen Abwehrreaktionen des Körpers können im Idealfall reduziert werden.

Generell sollte die Auswahl von Medikamenten und deren Dosierung immer mit einem Arzt oder Apotheker persönlich abgesprochen werden. Kommen Sie gerne zu uns in die Apotheke in Refrath, um sich qualifiziert beraten zu lassen.
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